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Dennenlohe

Die zugänglichen Aufzeichnungen beginnen im 15. Jahrhundert, als Hans von Leonrod Herr auf Dennenlohe war. Der Ort wird von einer imposanten Schlossanlage geprägt. Diese Anlage dürfte an Stelle eines Wasserschloßchens in den Jahren 1732 bis 1738 errichtet worden sein. Bis zum Jahre 1572 blieb eine Linie der Leonrod auf dem Ansitz Dennenlohe. Danach wurden die Freiherren von Auritz Besitzer des Schlosses. Der markgräfliche Baumeister Leopold Retty errichtete für den ebenfalls in Ansbacher Diensten stehenden Oberhofmarschall Paul Martin Eichler von Auritz den eindrucksvollen Rokokobau. Im Jahr 1737 kam eine Gartenanlage hinzu und wenig später ergänzte man den Schloßkomplex um die Stallungen und Okonomiegebäude. Im Jahr 1775 kam das Schloß an die Grafen de Vries und von 1802 bis 1825 gehörte es den Grafen von Pappenheim. Heute ist der Gesamtkomplex im Besitz der Familie von Süßkind.

Die vermutlich 1490 vof Johann von Leonrod erbaute Kirche ist dem heiligen Sankt Wolfgang geweiht und im Besitz der Familie von Süßkind. Das Leonroder Wappen, zusammen mit der Jahreszahl, ist noch am Ostgiebel zu erkennen. Daneben sieht man das Süßkind`sche Wappen. Die Familie von Süßkind ließ das Innere der Kirche in Jahre 1868 in einen neugotischen Stil verändern.

Der gesamte Schloßkomplex und die Kirche wurden in den letzten Jahren einer eingehenden Außen- und Innenrenovierung unterzogen und erstrahlen in neuem Glanz. Das  Schloß dient der jetzigen Familie Baron Freiherrn Robert von Süßkind zu Wohnzwecken und ist daher aus verständlichen Gründen nicht zu besichtigen. Der neugeschaffene Rhododendrongarten, der sich unmittelbar an die Schloßanlage anschließt, ist, nach vorheriger Anmeldung, für interessierte Besucher zugänglich.

So interessant wie die Vergangenheit ist es, die Geschehnisse des Ortes nach dem Zweiten Weltkrieg kurz zu beleuchten. Nach dem verlorenen zweiten Weltkrieg mußten ebenso wie in allen anderen Orten, die Flüchtlinge und Heimatvertriebenen aufgenommen werden. Die Einwohnerzahl erreichte in diesen Jahren ihren höchsten Stand, denn der Gutshof des Baron von Süßkind konnte Arbeitskräfte gebrauchen. So war es nicht verwunderlich, daß alle Wohngebäude die zum Schloß gehörten, bis unters Dach mit Vertriebenen belegt waren. Selbst in den beiden Seitenflügeln des Schlosses waren vorübergehend die auf dem Gutshof beschäftigten Leute untergebracht. Viele dieser Mitbürger verziehen nach kürzerem oder längerem Aufenthalt an andere Orte. Auch auf dem Gutshof hält das Maschinenzeitalter Einzug und es werden immer weniger Arbeitskräfte gebraucht.

Bis in die frühen sechziger Jahre war die Dennenloher Kirchweih ein wahrer Anziehungspunkt. Nach der veranstaltungslosen Fasten- und Osterzeit war dieses Fest das erste, an dem man wieder ausgehen konnte. In beiden Gasthäusern wurde aufgekocht und die Musik spielte zur Unterhaltung und zum Tanz auf. Von den Gasthäusern ist eines erhalten geblieben,. Dieses wurde in den letzten Jahren geschmackvoll renoviert und lädt zum Besuch ein.

Im Zuge der Gemeindereform wird die selbständige Gemeinde Dennenlohe nach Unterschwaningen eingemeindet.

Die Flurbereinigung der Hesselbergplatte   bringt die größte Veränderung für den Ort. Nördlich des Schlosses entsteht ein Wasserrückhaltebecken, der Dennenloher See, mit einer Wasserfläche von 22 Hektar. Nach der Flutung entwickelt sich diese Wasserfläche zunächst zu einem Segler- und Surfeldorado. Der Massenansturm nimmt aber mit der Flutung der Seen im Neuen Fränkischen Seenland wieder ab. Heute erfreut sich der See bei den Anglern größter Beleibtheit. In den Sommermonaten ist er aber auch Ziel vieler Jugendgruppen, die im Umgriff der Wasserfläche ihre Zelte aufschlagen. Im Jahr 2001 wurde vom Gewässerzweckverband Hesselberg eine Jugendzeltplatz am Westufer des Sees seiner Bestimmung übergeben. Das Zelten um das Gewässer ist nicht mehr gestattet.

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